Foto: Eberhard Weible

Empfehlungen für den Brandschutz – Symposium »Brandschutz im Schulbau«

am 13. Oktober 2017 | von

Wie lassen sich die Anforderungen des Brandschutzes mit zukunftsweisenden pädagogischen Raumkonzeptionen vereinen? Diese Frage stellt sich am 20. November 2017 ein Fachsymposium in Berlin.

Schulbau als permanente Zukunftsaufgabe ist derzeit wieder ein hochaktuelles Thema. Der Wunsch nach modernen Bildungsbauten, die mit offenen und flexibel nutzbaren Raumkonzeptionen unterschiedliche Formen des Lernens für Schüler/innen eröffnen, kollidiert jedoch vielfach mit den Anforderungen des Brandschutzes und dem damit verbundenen Schutzbedürfnis.
Aus diesem Grund laden Bund Deutscher Architekten BDA, Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Technische Universität Kaiserslautern, Unfallkasse NRW, Verband Bildung und Erziehung zum Symposium „Brandschutz im Schulbau. Neue Konzepte für moderne Schulen“ ein, das anwendungsorientierte Handlungsempfehlungen für brandschutztechnische Lösungen vorstellt.
Anlässlich des Symposiums erscheint die Publikation „Brandschutz im Schulbau. Neue Ansätze und Empfehlungen“ auf Grundlage des umfassenden Forschungsprojekts „Brandschutz im Schulbau“ [1], gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.

ZEIT: Montag, November 2017, 11.00 bis 16.00 Uhr
ORT: Deutsches Architektur Zentrum DAZ, Köpenicker Str. 48, 10179 Berlin
VERANSTALTER: Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft / Bund Deutscher Architekten / Verband Bildung und Erziehung / Technische Universität Kaiserslautern / Unfallkasse Nordrhein-Westfalen

Die Teilnahme ist gebührenfrei. Eine Anmeldung bis zum 13. November 2017 ist erforderlich. Bitte nutzen Sie das online-Anmeldeformular unter www.bda-bund.de/events/brandschutz-im-schulbau. Die Veranstaltung wird als Weiterbildung von der Architektenkammer NRW anerkannt.

 

Zum Hintergrund

Brandschutz als limitierender Faktor für zukunftsorientierte Lernkonzepte

Die mit dem gültigen Bauordnungsrecht bestimmten Schutzziele lassen sich mit dem Wunsch nach einer Schule mit offeneren Raumkonzepten wie beispielsweise Cluster oder offenen Lernlandschaften oft nicht vereinbaren. Im Schulbau wird dieses Problem derzeit im jeweiligen Einzelfall bewältigt, häufig durch individuelle Risikobetrachtungen, die mit meist aufwendigen Kompensationen oder funktionalen Einschränkungen genehmigungsfähige Planungen schaffen. Verstärkt durch die föderale Struktur des Bauordnungsrechts entstehen so uneinheitliche Konzepte. Die Folge: Oft scheuen Schulträger und Kommunen zeitaufwendige Abstimmungen für den Brandschutz und tendieren dazu, an traditionellen Schulbaumustern festzuhalten. Angesichts des hohen Bedarfs an Um-, Ersatz- und Neubauten im Schulbereich wird damit eine große Chance zur Umsetzung einer zeitgemäßen und zukunftsweisenden Pädagogik vertan.

Die Broschüre „Brandschutz im Schulbau. Neue Konzepte und Empfehlungen“ enthält anwendungsorientierte Empfehlungen basierend auf der „Studie Brandschutz im Schulbau“, trägt somit dem ursprünglichen Auftrag des Brandschutzes – nämlich Menschen in Gebäuden vor Gefahren zu schützen – Rechnung und unterstützt gleichzeitig die pädagogischen Forderungen nach flexiblen Raumkonzepten.

 

[1] Lorenz, Dirk / Höhne, Thomas: Studie Brandschutz im Schulbau, Technische Universität Kaiserslautern, 2017.

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